
Verärgerte Kommunen: Zweifel an Fraport-Aussagen zu neuen Flugrouten
Verärgerte Kommunen : Zweifel an Fraport-Aussagen zu neuen Flugrouten Von Andrea Diener , Ole Kaiser 19.05.2026, 18:51Lesezeit: 3 Min. Einige Kommunen rund um den Frankfurter Flughafen sind nicht einverstanden mit den...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Verärgerte Kommunen : Zweifel an Fraport-Aussagen zu neuen Flugrouten Von Andrea Diener , Ole Kaiser 19. 2026, 18:51Lesezeit: 3 Min. Einige Kommunen rund um den Frankfurter Flughafen sind nicht einverstanden mit den neuen Flugrouten und wehren sich gegen Lärm.
Lando HassAm Frankfurter Flughafen sollen sich aus Sicherheitsgründen die Routen der startenden Flugzeuge ändern. Doch die Zahlen, mit denen Fraport arbeitet, können die betroffenen Kommunen nicht nachvollziehen. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App So aufgebracht wie im Oktober sind die Gemüter in den Kommunen zwar nicht mehr.
Die Einzelheiten
Doch so einig, wie es jüngst von Fraport dargestellt worden sei, sei man sich längst nicht über die neuen Flugrouten. Zumindest Flörsheim, Hattersheim, Hochheim, Hofheim und die Landeshauptstädte Mainz und Wiesbaden sind ganz und gar nicht einverstanden, weder mit dem Konzept noch mit der Art, wie es kommuniziert worden war. „Alle waren entsetzt, dass man uns veralbert“, berichtet Hochheims Bürgermeister Dirk Westedt (FDP) von der Sitzung der Fluglärmkommission im vergangenen Herbst.
„Man sagte uns, man arbeite an der Unabhängigkeit der Südumfliegung, tatsächlich wurde etwas ganz anderes ausgearbeitet. “Fraport, die Betreiberin des Frankfurter Flughafens, und die Deutsche Flugsicherung (DFS) wollen bei der Startrichtung nach Westen zu besonders nachgefragten Zeiten aus Sicherheitsgründen mehr Flugzeuge über die Nordwestrouten, also Flörsheim und Eddersheim, starten lassen. Die Gemeinden Rüsselsheim und Nauheim, die besonders von der sogenannten Südumfliegung betroffen sind, würden dadurch entlastet, so Fraport.
„Es kommt morgens alles runter, und es muss morgens alles raus“Das neue Betriebskonzept soll frühestens von 2028 an gelten und nur einen kleinen Teil der Starts am Flughafen betreffen. Zwei Drittel der Flugzeuge heben unabhängig vom Wind über die Startbahn West in Richtung Süden ab. Von dem letzten Drittel, das von der Centerbahn abhebt, starten 75 Prozent in Richtung Eddersheim und Flörsheim.
Was Experten sagen
Um diese 75 Prozent von 33 Prozent gehe es, und auch nur in Zeiten von Verkehrsspitzen. Laut Fraport seien weniger als zehn Prozent der Flugbewegungen von dem neuen Konzept betroffen, Fraport-Chef Schulte spricht von maximal zwei zusätzlichen Starts je Stunde über die Nordwestrouten. „Das stimmt nicht, das kann man nachrechnen“, sagt dagegen Westedt.
Die Maschinen, die über die betroffenen Kommunen starteten, bündelten sich vor allem in den späten Abendstunden, so die Vertreter der Kommunen, und brausten dann eher im Zehnminutentakt über die Köpfe. Verspätungen würden abends über eine Einzelfreigabe nach Nordwest abgebaut, das betreffe besonders die schweren Transatlantikmaschinen in die Vereinigten Staaten. Oder, in den Worten von Westedt: „Es kommt morgens alles runter, und es muss morgens alles raus.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





