
Volksabstimmung in der Schweiz: Die Schweiz streitet über deutsche Zuwanderer
Volksabstimmung in der Schweiz Die Schweiz streitet über Zuwanderer, auch über die deutschen In der Schweiz sollen bis 2050 nicht mehr als zehn Millionen Menschen leben, so will es die rechtskonservative SVP. Im Fokus...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Volksabstimmung in der Schweiz Die Schweiz streitet über Zuwanderer, auch über die deutschen In der Schweiz sollen bis 2050 nicht mehr als zehn Millionen Menschen leben, so will es die rechtskonservative SVP. Im Fokus ihrer Kampagne: gut ausgebildete Arbeitskräfte aus der EU. Von Simon Maurer, Zürich 16.
55 Uhr Zur Merkliste hinzufügen X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Ein Plakat zur sogenannten Nachhaltigkeitsinitiative der rechtskonservativen Schweizerischen-Volkspartei SVP: Die ständige Wohnbevölkerung soll bis zum Jahr 2050 auf zehn Millionen Menschen begrenzt werden Foto: Manuel Geisser / Geisser / IMAGO Sie können den Artikel leider nicht mehr aufrufen.
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War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback! positiv bewerten negativ bewerten Kaum ein anderes Land Europas hat einen so hohen Ausländeranteil wie die Schweiz.
Rund 27 Prozent der Bevölkerung besitzen keinen Schweizer Pass, vier von zehn Einwohnern haben einen Migrationshintergrund. Gleichzeitig wächst das Land wegen des wirtschaftlichen Erfolgs: Im Jahr 2023 lag die Nettozuwanderung bei fast 100. Viele Schweizer geben an, das längst im Alltag zu spüren – etwa in steigenden Mieten, überfüllten Zügen oder morgendlichen Staus auf den Autobahnen.
Was Experten sagen
In der Schweiz gibt es dafür sogar ein eigenes Wort: »Dichtestress«. Genau dieses Gefühl versucht die rechtskonservative Schweizerische Volkspartei SVP nun politisch zu nutzen. Juni stimmt die Schweiz über die sogenannte Nachhaltigkeitsinitiative ab.
Hinter dem grün angefärbten Begriff steckt ein radikaler Plan: Die ständige Wohnbevölkerung soll in der Schweiz bis zum Jahr 2050 auf zehn Millionen Menschen begrenzt werden (aktuell 9,05 Millionen Einwohner). Wenn die Marke von 9,5 Millionen zuvor überschritten wird, soll die Regierung innerhalb weniger Jahre Maßnahmen zur Begrenzung der Zuwanderung ergreifen müssen – wie etwa die Begrenzung des Familiennachzugs. Notfalls soll auch die Kündigung internationaler Abkommen oder der Personenfreizügigkeit mit der Europäischen Union möglich sein.
Fast die Hälfte aller Ärzte aus dem AuslandAnders als bei früheren Abstimmungen zur Migrationspolitik, welche die SVP gegen den Widerstand aller anderen Parteien auch schon gewonnen hat, geht es diesmal nicht nur um das Feindbild von Asylsuchenden. Denn der mit Abstand häufigste Einwanderungsgrund in die Schweiz ist gemäß dem Staatssekretariat für Migration eine neue Arbeitsstelle. Im Zentrum der Debatte stehen deshalb vor allem gut ausgebildete Arbeitskräfte aus der Europäischen Union, die den größten Teil der Nettozuwanderung ausmachen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





