
Wahlkreis-Urteil in USA: Trump freut sich über möglichen Sitz für die Republikaner
Wahlkreis-Urteil in USA : Trump freut sich über möglichen Sitz für die Republikaner Von Sofia Dreisbach, Washington 01.05.2026, 09:20 Lesezeit: 4 Min. Bildbeschreibung ausklappen Donald Trump und der Gouverneur von...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Wahlkreis-Urteil in USA : Trump freut sich über möglichen Sitz für die Republikaner Von Sofia Dreisbach, Washington 01. 2026, 09:20 Lesezeit: 4 Min. Bildbeschreibung ausklappen Donald Trump und der Gouverneur von Louisiana, Jeff Landry, im März 2025 im Weißen Haus Nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs wittern die Republikaner ihre Chance, in den Kongresswahlen mehr Wahlkreise zu drehen.
Donald Trump treibt sie an. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die Debatte über die Folgen der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs war in vollem Gange, als Donald Trump sich zu Wort meldete. Er habe mit dem Gouverneur von Tennessee gesprochen, Bill Lee.
Die Einzelheiten
Der wolle alles daransetzen, den „Verfassungsverstoß“ bei der Wahlkreiseinteilung in seinem Bundesstaat zu „korrigieren“. Trump schrieb auf seiner Plattform Truth Social weiter: „Das sollte uns einen Sitz extra verschaffen und uns dabei helfen, das Land vor den linksradikalen Demokraten zu retten“. Gemeint war die Kongresswahl Anfang November.
Eigentlich ging es in dem Fall vor dem Obersten Gericht in Washington um Louisiana. Die konservative Mehrheit der Richter urteilte am Mittwoch, die Aufteilung der Wahlkreise in dem Bundesstaat sei ungültig, weil die Hautfarbe („race“) in unzulässiger Weise berücksichtigt worden sei. Das war gleich zweifach ein Aufreger: Zum einen schwächt die Entscheidung das Wahlrechtsgesetz, das 1965 verabschiedet wurde, um das Wahlrecht von Minderheiten zu schützen, besonders Schwarzer.
Obama übt heftige Kritik Zum anderen dürfte die Entscheidung Folgen für künftige Streitigkeiten um Wahlkreisgrenzen in anderen Bundesstaaten haben – sechs Monate vor den Zwischenwahlen, in denen die Republikaner ihre knappe Mehrheit der 435 Sitze im Repräsentantenhaus verteidigen wollen. Der Zuschnitt von Wahlbezirken ist in den Vereinigten Staaten entscheidend: Schwarze Wähler, Latinos und in städtischen Gebieten lebende Personen unterstützen in den Vereinigten Staaten traditionell demokratische Kandidaten. Viele demokratisch geprägte Wahlbezirke im Süden, die unter Berufung auf den Minderheitenschutz nach dem Wahlrechtsgesetz gezogen wurden, könnten nun zum Vorteil der Republikaner neu eingeteilt werden.
Was Experten sagen
So war es kein Wunder, dass nach dem Urteil des Obersten ein Sturm losbrach. Die drei linksliberalen Richterinnen schrieben in ihrer Gegenmeinung, es handele sich um die „nun vollendete Demontage“ des Wahlgesetzes. Der frühere demokratische Präsident Barack Obama kritisierte, künftig könnten Staaten den Einfluss von Minderheitenstimmen „systematisch verwässern und schwächen“, solange dies unter dem Deckmantel der Parteipolitik geschehe und nicht explizit wegen Voreingenommenheit wegen der Hautfarbe.
Hakeem Jeffries, der führende Demokrat im Repräsentantenhaus, kündigte mit Blick auf künftige Wahlkreisneuziehungen an, man werde „bereit sein zu handeln“. Jubel unter den Republikanern Aufseiten der Republikaner gab es Jubel.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





