
Weniger Unterricht mit 55: Altersermäßigung für Lehrer gehört abgeschafft
Weniger Unterricht mit 55 : Altersermäßigung für Lehrer gehört abgeschafft Ein Kommentar von Ewald Hetrodt 30.04.2026, 06:18 Lesezeit: 2 Min. Bildbeschreibung ausklappen Schwamm drüber: Im Unterricht einer Frankfurter...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Weniger Unterricht mit 55 : Altersermäßigung für Lehrer gehört abgeschafft Ein Kommentar von Ewald Hetrodt 30. 2026, 06:18 Lesezeit: 2 Min. Bildbeschreibung ausklappen Schwamm drüber: Im Unterricht einer Frankfurter Schule erklärt ein Lehrer mathematische Zusammenhänge mit konventionellen Methoden an der Tafel.
dpa Hessische Lehrer müssen nach ihrem 55. Geburtstag weniger unterrichten. Dass ihre Verbände an diesem Privileg festhalten, scheint nicht einmal die Opposition zu beeindrucken – aus guten Gründen.
Die Einzelheiten
Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App In dem aufsehenerregenden Streit über Einsparungen an integrierten Gesamtschulen in Hessen haben die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft ( GEW ) und Teile der Opposition ein weiteres Mal Hand in Hand gearbeitet. Eine solche konzertierte Aktion ist durch die geplante Verschiebung der sogenannten Altersermäßigung für Lehrer nicht ausgelöst worden. Bislang müssen sie nach der Vollendung des 55.
Lebensjahrs in der Regel eine Wochenstunde weniger Unterricht geben. Künftig soll das erst vom 60. Lebensjahr an gelten.
Dafür fällt dann nach den Vorstellungen der schwarz-roten Koalition schrittweise mehr Unterricht weg. Von 64 Jahren an sollen es 3,5 Stunden in der Woche sein. Dagegen haben pünktlich zur Einbringung des Gesetzentwurfes alle Lehrerverbände in seltener Eintracht scharf protestiert.
Was Experten sagen
Die Opposition aber machte sich diese Position jedenfalls in der ersten Lesung des Landtags nicht zu eigen. Offensichtlich geht es hier um eine kaum zu vermittelnde Errungenschaft eines einzelnen Berufsstandes. Die Arbeitszeit soll nicht sinken Sie schütze die Gesundheit der Beschäftigten und halte sie davon ab, sich vorzeitig pensionieren zu lassen, heißt es.
In einer Verlautbarung der GEW wird der Eindruck erweckt, als bedeute der Wegfall von Unterrichtsstunden eine Reduzierung der Arbeitszeit. Diese Sichtweise entspricht hoffentlich nicht der Realität in den Schulen. Wie in anderen Bundesländern, so gilt auch in Hessen , dass die Streichung von Unterrichtsstunden und die dadurch wegfallende Vor- und Nachbereitung einen Freiraum ergeben, der durch andere Tätigkeiten gefüllt werden muss.
Die Wochenarbeitszeit soll nicht sinken.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





