
Wenn Trainer ausrasten: Die Wut als Kulturgut
Wenn Trainer ausrasten : Die Wut als Kulturgut Ein Kommentar von Jannik Müller 05.05.2026, 15:18 Lesezeit: 2 Min. Bildbeschreibung ausklappen Schon jetzt in einer Reihe mit Giovanni Trapattoni – zumindest, was Wutreden...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Wenn Trainer ausrasten : Die Wut als Kulturgut Ein Kommentar von Jannik Müller 05. 2026, 15:18 Lesezeit: 2 Min. Bildbeschreibung ausklappen Schon jetzt in einer Reihe mit Giovanni Trapattoni – zumindest, was Wutreden angeht: Eintracht-Trainer Albert Riera dpa Werden künftige Generationen eher Riera als Goethe rezitieren können?
Die Wahrscheinlichkeit ist hoch. Denn die Gegenwart zeigt: Die öffentliche Trainertirade ist keine Kunstform der Vergangenheit. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Wutreden von Trainern sind im Fußball fast schon ein Kulturgut.
Die Einzelheiten
Millennials, die sich für Fußball interessieren, können heute mit hoher Wahrscheinlichkeit eher Giovanni Trapattoni rezitieren als Goethe. Wer war das, der so spät durch Nacht und Wind reitet? Jedenfalls nicht Thomas Strunz, der war zum Ärger des Maestros ja ständig verletzt („Was erlaube Strunz?
Auch die „Flasche leer“ hat sich seit der legendären Pressekonferenz vor fast 30 Jahren für immer ins kollektive Fußballgedächtnis eingebrannt. Und nicht nur Dortmunder Fans können sich noch heute daran erinnern, wie sich der sonst wenig bleibenden Eindruck hinterlassende Thomas Doll 2008 „den Arsch ab“ lachte. Natürlich nur metaphorisch, denn er war ja ziemlich sauer.
Waldemar Hartmann wiederum kann noch zwanzig Jahre nach Rudi Völlers TV-Ausraster in Talkshows erzählen, wie viel Weizenbier er damals wirklich getrunken hatte. Externer Inhalt von Youtube Um externe Inhalte anzuzeigen, ist Ihre widerrufliche Zustimmung nötig. Dabei können personenbezogene Daten von Drittplattformen (ggf.
Was Experten sagen
USA) verarbeitet werden. Weitere Informationen . Externe Inhalte aktivieren Wer nun befürchtet hat, dass die öffentliche Trainertirade eine Kunstform der Vergangenheit ist, sei beruhigt.
Gerade erst hat das Sportportal „The Athletic“ ihren Wutredner des Jahres gekürt. Und nein, die Kollegen haben nicht etwa Eintracht-Trainer Albert Riera ausgewählt. Obwohl der erst vergangene Woche eine besonders aussagekräftige Bewerbung in Form einer wirren, sechsminütigen Medienschelte abgeschickt hatte.
Wutredner des Jahres: Richie Wellens war noch wütender als der spanische Eintracht-Trainer. MI News Noch saurer als der exzentrische Spanier war am vergangenen Wochenende nämlich Richie Wellens. Und das, obwohl seine Spieler von Leyton Orient durch ein Unentschieden noch gerade so den Klassenverbleib in Englands dritter Liga gesichert hatten.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





