
Wert von Lokaljournalismus: Mündig statt manipuliert
Wert von Lokaljournalismus : Mündig statt manipuliert Von Carsten Knop 10.05.2026, 10:11Lesezeit: 4 Min. Selten gewordenes Bild: Tageszeitung steckt im BriefkastendpaWer profitiert davon, dass ich diese Information...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Wert von Lokaljournalismus : Mündig statt manipuliert Von Carsten Knop 10. 2026, 10:11Lesezeit: 4 Min. Selten gewordenes Bild: Tageszeitung steckt im BriefkastendpaWer profitiert davon, dass ich diese Information gerade sehe?
Das ist die entscheidende Frage geworden. Die Medienlandschaft hat sich in den vergangenen 2,5 Jahren radikaler verändert als in den 25 Jahren davor. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Wer das Mediennutzungsverhalten der jungen Generation beobachtet, blickt auf eine Welt der radikalen Beschleunigung.
Die Einzelheiten
Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 21 Jahren informieren sich primär über das Smartphone. Ihre Nachrichtenquellen heißen nicht mehr zwingend Tageszeitung oder Abendnachrichten, sondern Tiktok, Instagram oder Youtube. Sie konsumieren Informationen in Kurzvideos, kuratiert von Algorithmen, präsentiert von Influencern und zunehmend generiert von Künstlicher Intelligenz.
Es ist wahrscheinlich, dass sich diese Tendenz in den kommenden 25 Jahren noch beschleunigen wird. Aber was wird dann aus unserer Demokratie? Es entsteht ein irritierender Kontrast: Auf der einen Seite die von Technologiekonzernen dominierte digitale Sphäre.
Auf der anderen Seite die analoge Realität des Lebens, beispielsweise mitten im Rhein-Main-Gebiet. Man mag sich fragen, was eine überregionale Qualitätszeitung dieser flüchtigen, digitalen Lebenswelt noch entgegenzusetzen hat. Die Antwort liegt in einem Prinzip, das älter ist als das Internet, heute und auch im nächsten Vierteljahrhundert aber moderner und notwendiger denn je ist: der Subsidiarität.
Was Experten sagen
Wo enden Fakten, beginnt die Fiktion? Die Medienlandschaft hat sich in den vergangenen 2,5 Jahren radikaler verändert als in den 25 Jahren davor. Künstliche Intelligenz ist allgegenwärtig.
Sprachmodelle schreiben Texte, generieren in Sekundenbruchteilen fotorealistische Bilder und Videos. Die Grenze zwischen Fakten und Fiktion erodiert. Wenn ein brisantes Video eines Politikers kursiert, ist der erste gedankliche Reflex die Frage nach der Authentizität: Ist das echt oder KI-generiert?
Gleichzeitig hat ein Machtwechsel stattgefunden. Waren früher Redaktionen die sogenannten Gatekeeper – die Torwächter, die entschieden, welche Nachrichten gesellschaftliche Relevanz haben, so übernehmen diese Rolle heute die Algorithmen von Meta, ByteDance oder Google. Das Ziel dieser Codes ist aber nicht die umfassende, ausgewogene Information des Bürgers, sondern die Maximierung von Verweildauer.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





