
Wie die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt zusammenhängt
Pandemie-Vorsorge Wie unsere Gesundheit vom Tierwohl abhängt Stand: 04.05.2026 • 06:01 Uhr Die meisten neuen Krankheitserreger stammen von Tieren. Mit der OneHealth-Forschung sollen Risiken frühzeitig erkannt und neue...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Pandemie-Vorsorge Wie unsere Gesundheit vom Tierwohl abhängt Stand: 04. 2026 • 06:01 Uhr Die meisten neuen Krankheitserreger stammen von Tieren. Mit der OneHealth-Forschung sollen Risiken frühzeitig erkannt und neue Pandemien verhindert werden.
Von Lukas Kohlenbach, WDR Die Erfahrungen mit der Corona-Pandemie haben es deutlich gemacht: Neue Krankheitserreger können schnell zu einer Bedrohung für die Gesundheit vieler Menschen weltweit werden. Die meisten neu auftretenden Infektionskrankheiten haben ihren Ursprung im Tierreich. Rund drei Viertel der bei Menschen neu entdeckten Keime der vergangenen Jahrzehnte waren solche sogenannten Zoonosen.
Die Einzelheiten
Davon geht die Weltgesundheitsorganisation WHO aus. Wenn ein Krankheitserreger von Tieren auf Menschen überspringt, sprechen Fachleute von einem Zoonotic-Spillover . Ein besonderes Risiko bestehe überall dort, wo der Mensch in den bislang unberührten Lebensraum von Wildtieren vordringe, erklärt Timo Falkenberg vom Institut für Hygiene und Public Health der Universität Bonn.
2025 Spillover Wie Viren von Tieren auf Menschen übergreifen Schon vor dem Coronavirus gelang es Krankheitserregern, vom Tier auf den Menschen überzuspringen. mehr Gesundheit von Menschen, Tieren und Umwelt zusammen denken Seine Forschung zu solchen Risikoräumen orientiert sich am OneHealth-Konzept. Das ist ein interdisziplinärer Forschungsansatz, bei dem die Gesundheit von Menschen, Tieren und ihrer Umwelt stärker zusammen gedacht wird.
Verschiedenste Fachdisziplinen, wie Human- und Tiermediziner, aber auch zum Beispiel Umwelt- und Sozialwissenschaftler oder Mikrobiologen arbeiten dabei zusammen. "Die menschliche und die tierische Gesundheit sind miteinander verwoben. Man kann die beiden eigentlich nicht separat voneinander betrachten", ist Timo Falkenberg überzeugt.
Was Experten sagen
Und die gemeinsame Umwelt spiele als Bindeglied eine wichtige Rolle. Diese drei Bereiche müssten stärker zusammen erforscht werden, um das Risiko für künftige Pandemien zu mindern. In Greifswald existiert seit 2021 ein Forschungsinstitut der Helmholtz-Gemeinschaft, das ausschließlich den OneHealth-Ansatz verfolgt.
Fabian Leendertz leitet die Einrichtung. Er möchte ein weltweites Netz aus sogenannten OneHealth-Exploratorien aufbauen. Die sollen wie eine Art Wetterstation das Geschehen vor Ort beobachten.
"Dort werden die Menschen beprobt, da werden die Tiere beprobt und da werden auch die Leute im Krankenhaus über längere Zeiträume hinweg beobachtet", sagt der Tiermediziner. Erste Schritte wurden mit Projektpartnern an der Elfenbeinküste gemacht. Auch in Mecklenburg-Vorpommern soll so ein OneHealth-Exploratorium entstehen FAQ 22.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





