
Wimbledon: Jan-Lennard Struff erreicht erstmals das Achtelfinale
Deutscher Tennisprofi Struff erstmals im Achtelfinale von Wimbledon Jan-Lennard Struff hat erstmals die dritte Runde beim Grand Slam in London überstanden. Gegen den früheren US-Open-Sieger Daniil Medwedew bewies er...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Deutscher Tennisprofi Struff erstmals im Achtelfinale von Wimbledon Jan-Lennard Struff hat erstmals die dritte Runde beim Grand Slam in London überstanden. Gegen den früheren US-Open-Sieger Daniil Medwedew bewies er Nervenstärke – und wählte im richtigen Moment einen Videobeweis. 13 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Jan-Lennard Struff Foto: Kirsty Wigglesworth / AP Tennisprofi Jan-Lennard Struff steht dank eines Coups erstmals im Achtelfinale von Wimbledon. In einem Tiebreak-Krimi gewann der 36-Jährige seine Drittrundenpartie gegen den früheren US-Open-Sieger Daniil Medwedew 7:6 (7:4), 7:6 (7:5), 7:5.
Die Einzelheiten
Damit ist Struff beim Rasenklassiker in London so erfolgreich wie nie. Er spielt nun gegen den Polen Hubert Hurkacz oder den US-Amerikaner Tommy Paul um das Erreichen des Viertelfinals. Ein Preisgeld von rund 350.
000 Euro hat er sicher. »Es ist sehr wichtig für mich, ich bin sehr stolz und sehr glücklich«, sagte Struff. »Es ist unglaublich«.
Bild vergrößern Jan-Lennard Struff Foto: Henry Nicholls / In allen drei Sätzen machte der Außenseiter einen Rückstand wett. Im ersten Abschnitt lag Struff 1:3, im zweiten Durchgang 3:5 hinten und kämpfte sich jeweils erfolgreich zurück. Im dritten Durchgang bog Struff sogar ein 2:5 um – auch dank eines kuriosen Videobeweises.
Was Experten sagen
Bei Breakball für sich verlangte Struff, zu überprüfen, ob Medwedews Ball tatsächlich über das Netz geflogen war. Die Bilder zeigten, dass der Ball durch ein Loch zwischen Netzkante und Pfosten hindurchflog. Struff gelang damit das Break, er verkürzte und gab dann kein Spiel mehr ab.
Struff nervenstark und mit Comeback-QualitätenNach 2 Stunden und 49 Minuten profitierte er beim Matchball von einem Doppelfehler des Russen. »Das Wichtige ist, niemals aufzugeben. Ich freue mich riesig«, sagte er danach bei »Amazon Prime«.
Mehr zum Thema Bericht über neuen Alltag: Schmerzen nach dem Spitzensport – wie Tennis-Rentner Nadal sein Tief überwand Wimbledon-Comeback von Serena Williams: Ihren Aufschlag donnert sie immer noch mit mehr als 190 km/h übers Netz Von Lukas Brems Tennisikone: Nach 2:22 Stunden ist das Comeback von Serena Williams in Wimbledon schon wieder (fast) vorbei Struff trotzte damit auch dem Umstand, dass er anders als üblich bei einem Grand-Slam-Turnier keinen spielfreien Tag vor seinem Drittrunden-Spiel hatte. Am Mittwochabend war seine Zweitrunden-Partie gegen Brandon Nakashima aus den USA wegen Dunkelheit beim Stand von 2:2-Sätzen vertagt worden. Am Donnerstag bewahrte Struff die Nerven und rang seinen Gegner nach einem Auf und Ab in einem Match über fünf Sätzen und mit vier Tiebreaks nieder.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





