
Wo ist der Buckelwal?: Fehlende Senderdaten – Geldgeber erheben Vorwürfe
Wo ist der Buckelwal? : Fehlende Senderdaten – Geldgeber erheben Vorwürfe 03.05.2026, 13:47 Lesezeit: 4 Min. Bildbeschreibung ausklappen Der Wal am Mittwochmorgen in einem gefluteten Lastschiff kurz vor der dänischen...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Wo ist der Buckelwal? : Fehlende Senderdaten – Geldgeber erheben Vorwürfe 03. 2026, 13:47 Lesezeit: 4 Min.
Bildbeschreibung ausklappen Der Wal am Mittwochmorgen in einem gefluteten Lastschiff kurz vor der dänischen Grenze dpa Der wochenlang in der Ostsee gestrandete Buckelwal wurde freigesetzt, aber die dafür verantwortliche Initiative versinkt nun erst recht im Chaos. Wieso scheint niemand zu wissen, wo der Wal ist? Wurde er womöglich schwer verletzt?
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Der mehrfach an Ostsee-Küsten gestrandete Buckelwal wurde am Wochenende ins Meer gesetzt. Wo er sich aufhält, ist unklar: Der GPS-Sender liefere anders als geplant keine Ortsdaten, sagte Karin Walter-Mommert, eine Geldgeberin der privaten Initiative hinter dem Transport. Damit bliebe unbekannt, ob und in welche Richtung das Tier schwimmt.
Es gebe zumindest vom Sender übertragene Vitalzeichen, demnach lebe der Wal, meinte Walter-Mommert. Die Informationen ließen sich zunächst nicht durch unabhängige Quellen verifizieren. Sollte das geschwächte Tier ertrinken, würde ein GPS-Sender ohnehin keine Ortsdaten mehr liefern: Solche Sender funken ihren Standort üblicherweise nur dann, wenn sich das jeweilige Tier an der Wasseroberfläche aufhält.
Experten von Tierschutzorganisationen hatten die langfristigen Überlebenschancen des Wals übereinstimmend als sehr gering eingeschätzt. Im Todesfall würde der Kadaver trotz der beim Verwesen entstehenden Gase wahrscheinlich nicht an die Wasseroberfläche hochtreiben, weil der Wasserdruck das in tieferen Gewässern verhindert. Sollte das Tier zuvor wieder in Küstennähe geschwommen sein, könnte es dort angespült werden.
Was Experten sagen
Streit um das Absetzen des Wals Beide großen Schiffe des Transport-Konvois – „Fortuna B“ und „Robin Hood“ – befanden sich am Sonntag nicht mehr im Skagerrak, wo der Wal tags zuvor etwa 70 Kilometer von Skagen entfernt abgesetzt wurde. Angaben zum Zustand des Tiers zu diesem Zeitpunkt und zum genauen Ablauf der Freisetzung wurden nicht bekannt, auch öffentlich zugängliche Bilder oder Videos gab es nicht. Das fragen sich seither viele Menschen, die das Drama um den Wal seit Wochen verfolgen.
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus erklärte in einem Statement beim Livestream-Anbieter News5, mit der Initiative sei vereinbart gewesen, dass ein Videosystem auf der Barge installiert wird, damit beauftragte Tierärzte den Wal weiter beobachten können – das sei aber nicht erfolgt. Mitglieder des Teams der privaten Initiative verwiesen für Angaben zur Freisetzung auf ihre Geldgeber, Walter-Mommert und Mediamarkt-Gründer Walter Gunz, die sich merklich wütend zeigten: In einem Statement distanzierten sich beide „ausdrücklich von den Geschehnissen und der Art und Weise, welche zur Aussetzung des Wales führten“. Die Initiative sei an der Freisetzung nicht beteiligt gewesen und habe diese auch nicht aktiv begleitet.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





