
Wohnungsnot in Paris: Das alles vergrault Vermieter
Wohnungsnot in Paris : Das alles vergrault Vermieter Von Niklas Záboji, Paris 11.05.2026, 11:11Lesezeit: 5 Min. Blick über die Dächer bis zur Sacré-Cœur: „Paris ist der angespannteste Wohnungsmarkt Frankreichs.“GettyDer...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Wohnungsnot in Paris : Das alles vergrault Vermieter Von Niklas Záboji, Paris 11. 2026, 11:11Lesezeit: 5 Min. Blick über die Dächer bis zur Sacré-Cœur: „Paris ist der angespannteste Wohnungsmarkt Frankreichs.
“GettyDer starke Mieterschutz in Frankreich schreckt Vermieter schon länger ab. Neue Energieauflagen sorgen für weitere Empörung in Paris. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die Wohnungssuche in Paris beginnt mit der Erstellung einer Bewerbungsmappe.
Die Einzelheiten
Mietnachweis, Banknachweis, Ausweiskopie, Steuerbescheinigung, Arbeitsbescheinigung, Entgeltabrechnungen – je dicker das Dossier, desto besser. Zudem braucht es nach alter französischer Tradition einen Bürgen, der für Mietausfälle oder Schäden geradesteht. Auch er sollte möglichst viel über sich preisgeben.
Der Bürge muss Franzose sein oder ein Konto bei einer französischen Bank haben – was vor allem Ausländer vor Herausforderungen stellt. Wie so oft in Frankreich lässt sich zwar auch diese Norm umgehen, etwa mit Bankgarantien oder staatlichen Bürgschaften. Generell aber gilt: Vermieter in Paris wollen maximale Sicherheit.
Das gilt gerade im Umgang mit Nicht-Franzosen. Sie wollen im Streitfall nicht auch noch über Landesgrenzen hinweg prozessieren, sagt Silke Nadolni, auf Immobilienrecht spezialisierte Anwältin bei der Pariser Kanzlei LPA Law. Die hohen Anforderungen sind zum einen dem extremen Nachfrageüberhang in Paris geschuldet.
Was Experten sagen
Vermieter können unter Interessenten also gründlich selektieren. „Paris ist der angespannteste Wohnungsmarkt Frankreichs“, sagt Christoph Schlotthauer, der Präsident der Pariser Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Coffra. Die Einwohnerzahl steigt durch Pendler tagsüber von rund 2,1 auf schätzungsweise 3,5 Millionen, der Zustrom ist gewaltig, und kaufen kommt angesichts von durchschnittlich fast 10.
000 Euro je Quadratmeter für viele nicht infrage. Etwa 60 Prozent der Pariser wohnen zur Miete. Auch die zulässige Miethöhe ist gedeckeltDoch die hohen Anforderungen bei der Wohnungssuche sind auch Ausdruck eines Mietrechts, das Vermietern in Frankreich so viel zumutet wie kaum irgendwo sonst auf der Welt.
Sie können Mieter nur sehr schwer vor die Tür setzen. Während der „Winterpause“ von Anfang November bis Ende März ist dies nicht einmal mit einem Räumungsurteil möglich. Und Prozesse gegen die im Ländervergleich überdurchschnittlich hohe Zahl an säumigen Mietern ziehen sich in die Länge.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





