
Zeitenwende: Der App-Flop der Bundeswehr
Zeitenwende : Der App-Flop der Bundeswehr Von Anna Sophie Kühne 11.05.2026, 21:16Lesezeit: 3 Min. Reservisten in der AusbildungLucas BäumlSeit gut einem halben Jahr will die Bundeswehr Reservisten per App erreichen....
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Zeitenwende : Der App-Flop der Bundeswehr Von Anna Sophie Kühne 11. 2026, 21:16Lesezeit: 3 Min. Reservisten in der AusbildungLucas BäumlSeit gut einem halben Jahr will die Bundeswehr Reservisten per App erreichen.
Doch es gibt technische Schwierigkeiten und die Nutzerzahlen sind mager. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Man muss ja mit der Zeit gehen, und die ist seit der Zeitenwende eine andere. Tempo ist jetzt angesagt in der Bundeswehr, es wird digitalisiert und optimiert, beschafft und ausgebildet!
Die Einzelheiten
Da knöpft sich die Armee auch die Reserve vor, über die in der Politik rund 30 Jahre lang noch weniger nachgedacht wurde als über die aktive Truppe. Ohne sie kann sich Deutschland jedoch nicht lange verteidigen, da sind sich alle einig. Verteidigungsminister Boris Pistorius wird nicht müde zu betonen, wie wichtig die Reservisten für den Schutz des Landes sind, um etwa Infrastruktur im Inland zu sichern oder Sanitätstrupps zu verstärken – und im Ernstfall mitunter die kämpfende Truppe zu verstärken.
000 aktiven Soldaten hat die Bundeswehr daher das Ziel ausgegeben, bis 2035 über 200. 000 einsatzfähige Reservisten zu verfügen. App „Meine Reserve“Damit man diese Reservisten auch erreicht, wenn es drauf ankommt, hat sich die Bundeswehr eine App einfallen lassen.
Sie trägt den eingängigen Namen „Meine Reserve“ und wurde im Oktober des vergangenen Jahres vorgestellt. Entwickelt wurde die App von der BWI, dem bundeseigenen IT-Dienstleister der Bundeswehr. Sie soll die Kommunikation mit Reservisten, die bisher vor allem postalisch funktioniert, schneller und unbürokratischer machen – unter anderem mit einer „Alarmierungsfunktion mit Push-Nachricht“ und der Möglichkeit, die Einsatzbereitschaft digital zu bestätigen.
Was Experten sagen
Die Reservisten können zum Beispiel angeben, in welchen Zeiträumen sie verfügbar sind und für welche Aufgaben sie sich interessieren. Doch bisher wird die App von den Reservisten kaum genutzt. Bis Ende April 2026 haben sich lediglich 7300 Reservisten authentifiziert, wie eine Anfrage der F.
beim zuständigen Personalamt der Bundeswehr ergeben hat. Bei einer Gesamtzahl von 60. 200 beorderten Reservisten, wie es sie zum 31.
Dezember vorigen Jahres gab, nutzt die App also gerade einmal knapp jeder Achte. Dieser Text stammt aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. jetzt lesen Dabei ist die Zahl der App-Downloads immerhin fast doppelt so hoch wie die der authentifizierten Nutzer, wie eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion ergab, die vor einigen Tagen die Bundesregierung beantwortete.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





