
Zieljahr 2045: Will die CDU die Klimawende?
Zieljahr 2045 : Will die CDU die Klimawende? Von Lukas Fuhr 13.05.2026, 20:30Lesezeit: 6 Min. Sven Schulze (CDU) – damals noch als Wirtschafts- und Landwirtschaftsminister von Sachsen-Anhalt – im vergangenen Jahr mit...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Zieljahr 2045 : Will die CDU die Klimawende? 2026, 20:30Lesezeit: 6 Min. Sven Schulze (CDU) – damals noch als Wirtschafts- und Landwirtschaftsminister von Sachsen-Anhalt – im vergangenen Jahr mit Landwirten, Natur- und Artenschützern in Zerbst/AnhaltdpaNoch 19 Jahre hat Deutschland Zeit, klimaneutral zu werden.
Nun zweifeln in der CDU manche am Zeitplan. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Es war die CDU, die vor fünf Jahren fand: Bis 2045 soll Deutschland klimaneutral werden. Sven Schulze meint, dass das damals richtig war.
Die Einzelheiten
Aber eben nur damals. Denn heute sei die Zeit eine andere. „Es ist keine Schande, sondern ein Gebot in der Politik, dass man Entscheidungen auch mal revidiert, wenn man neue Erkenntnisse hat.
“ Und die Erkenntnis für den Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt ist: Der Klimaschutz sei für die Industrie zu teuer. Die Frage nach dem Klimaziel sei daher eine der wichtigsten für die Zukunft des Landes, sagt der CDU-Politiker. Unter den regierenden Parteien gab es lange einen Konsens, nicht an diesem Datum zu rütteln.
Erst als die FDP aus der Ampel geflogen war, wollte sie das Ziel verschieben. Das blieb weitgehend folgenlos, die Partei zog nicht wieder in den Bundestag ein. Union und SPD hatten das Zieljahr 2045 am Ende der Merkel-Jahre beschlossen, als Reaktion auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts; auch im Wahlprogramm des Kanzlerkandidaten Friedrich Merz stand es, in ihrem Grundsatzprogramm bekennt sich die CDU ebenfalls zu dem Datum.
Was Experten sagen
Im Koalitionsvertrag mit der SPD steht es auch. Reiche ist die prominenteste Klimaziel-KritikerinJenseits der Papierlage aber lassen einige CDU-Politiker mittlerweile erkennen, dass sie das Klimaziel schleifen wollen. Die prominenteste Kritikerin ist Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche.
Klimaneutralität bis 2045? 80 Prozent Strom aus Erneuerbaren bis 2030? „Schöne Zahlen, die unser schlechtes Gewissen besänftigen“, schrieb Reiche in einem Gastbeitrag für die F.
Auf einer Konferenz in Texas stellte sie „starre Ziele“ überhaupt infrage. In Magdeburg sagt Sven Schulze: „Wir sollten mindestens das deutsche Ziel von 2045 an das europäische Ziel 2050 anpassen. “ Ob es überhaupt Klimaneutralität brauche, müsse man sich fragen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





