
Zoll-Drohung aus Washington: „Trump nutzt Deutschlands und Europas stetiges Nachgeben als Schwäche aus“
Zoll-Drohung aus Washington : „Trump nutzt Deutschlands und Europas stetiges Nachgeben als Schwäche aus“ 02.05.2026, 09:50 Lesezeit: 6 Min. Bildbeschreibung ausklappen Trump vor Anhängern in Florida am 1. Mai. EPA Der...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Zoll-Drohung aus Washington : „Trump nutzt Deutschlands und Europas stetiges Nachgeben als Schwäche aus“ 02. 2026, 09:50 Lesezeit: 6 Min. Bildbeschreibung ausklappen Trump vor Anhängern in Florida am 1.
EPA Der amerikanische Präsident hat neue Auto-Zölle angekündigt, die schon ab der kommenden Woche gelten sollen. Und was raten Fachleute? Hier kommen Antworten auf die wichtigste Fragen.
Die Einzelheiten
Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Lange war es im Zollstreit zwischen den USA und der EU vergleichsweise ruhig geblieben, doch kurz vor dem Wochenende hat der amerikanische Präsident Donald Trump die Situation wieder einmal eskaliert: Auf der Plattform Truth Social kündigte er an, den Zoll auf Auto- und Lastwagenimporte aus der Europäischen Union in die USA auf 25 Prozent zu erhöhen. Der neue Satz soll schon ab der kommenden Woche gelten. „Sie haben sich nicht an die Vereinbarung gehalten, die wir getroffen haben“, begründete Trump seine Entscheidung vor Journalisten.
Die EU reagierte damit, dass sie sich nun ebenfalls Schritte vorbehalte, sollte Trump das ernstgemeint haben. Hier kommen Antworten auf die wichtigsten Fragen: Was ist das eigentlich für ein Handelsabkommen? Mitte August des vergangenen Jahres hatten sich Trump und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) in einem Rahmenabkommen auf eine Zollobergrenze von 15 Prozent auf die meisten EU-Warenimporte in die USA geeinigt.
Auch für europäische Autos und Autoteile sollte der Satz gelten. Im Gegenzug verpflichtete sich die EU, Zölle auf amerikanische Industriegüter zu streichen und den Marktzugang für amerikanische Agrarprodukte wie Schweinefleisch und Milchprodukte zu erleichtern. Weitere Zolldrohungen Trumps im Grönland-Konflikt und Unsicherheit nach einer Gerichtsentscheidung, die viele US-Zölle für rechtswidrig erklärt hatte, hatten die Umsetzung des Zolldeals allerdings gebremst.
Was Experten sagen
Das Europäische Parlament gab im März bekannt, die weitere Umsetzung des Abkommens mit den USA an strenge Bedingungen knüpfen zu wollen. Die Abgeordneten sprachen sich mehrheitlich dafür aus. Für den Vollzug müssen auch die Mitgliedstaaten noch den entsprechenden Verordnungen zustimmen.
Der Einigung war ein monatelanger Streit vorangegangen, in dem sich beide Seiten des Atlantiks mit Zolldrohungen überzogen. Im Juli kündigte Trump etwa Zölle von 30 Prozent auf alle Waren aus der Europäischen Union an – die EU bereitete wenige Tage darauf Gegenzölle im Wert von 72 Milliarden Euro vor. Welcher Zollsatz gilt bislang?
Im Rahmen des Handelsabkommens von August gilt laut US-Bundesregister für Autos, leichte Lastwagen und Autoteile, die aus der EU in die USA importiert werden, die 15-Prozent-Zollobergrenze. Mittelschwere und schwere Lastwagen werden allgemein mit 25 Prozent verzollt. Autos und Lastwagen von EU-Herstellern, die in den Vereinigten Staaten produziert werden, sind laut Trump von den Abgaben ausgenommen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





