
Zu Podcast „ungeskriptet“: Esken macht es Höcke leicht
Zu Podcast „ungeskriptet“ : Esken macht es Höcke leicht Ein Kommentar von Michael Hanfeld 07.05.2026, 17:47Lesezeit: 2 Min. War bei „ungeskriptet“ viereinhalb Stunden auf Sendung: Björn Höcke. Youtube/ungeskriptet In...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Zu Podcast „ungeskriptet“ : Esken macht es Höcke leicht Ein Kommentar von Michael Hanfeld 07. 2026, 17:47Lesezeit: 2 Min. War bei „ungeskriptet“ viereinhalb Stunden auf Sendung: Björn Höcke.
Youtube/ungeskriptet In dem Podcast „ungeskriptet“ darf Björn Höcke viereinhalb Stunden lang aus dem Nähkästchen plaudern. Das bringt Saskia Esken auf die Palme. Und wie reagiert sie?
Die Einzelheiten
So falsch, wie man nur reagieren kann. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Wenn Saskia Esken sich in eine Debatte einschaltet, darf man gewiss sein, dass es nicht mehr allzu komplex zugeht. So ist es auch jetzt, da sie sich auf Instagram zu dem Podcast „ungeskriptet“ von Ben Berndt geäußert hat.
Berndt hatte dort zuletzt den AfD-Politiker Björn Höcke zu Gast. Der darf geschlagene viereinhalb Stunden lang aus dem Nähkästchen plaudern und sich als liebender Familienvater, barmherziger Samariter und glühender Patriot, der schon immer dem Guten, dem Großem dienen wollte, präsentieren. Politisch knifflig wird es erst nach zweieinhalb Stunden Wohlfühlsingsang, mit dem sich Höcke als sanfter Märtyrer inszeniert.
Höckes „kulturelle Kernschmelze“Dann, erst dann, geht es zur Sache; geht es um die angeblich zerstörte „Vertrauensgesellschaft“, die „kulturelle Kernschmelze“ und die „Kartellparteien“, die sich angeblich „ein neues Volk“ schaffen und ein „großes Mordkomplott gegen das deutsche Volk“ schmieden. Das hört sich der nette Podcaster Berndt ebenso verständnisvoll an wie all die Schilderungen persönlichen Leids, die Höcke zuvor losgeworden ist. Ins Schwitzen kommt der AfD-Politiker nur, weil es in Berndts Studio so warm ist.
Was Experten sagen
Also legt er sein Jackett ab. Das Gespräch kommt bei Youtube auf mehr als vier Millionen Aufrufe. Der „Spiegel“ hat den Podcast vor einer Woche fachlich auseinandergenommen, der Rechtsanwalt Joachim Nikolaus Steinhöfel hat dem in der „Welt“ widersprochen und dem „Spiegel“ eine unfaire Herangehensweise bescheinigt, und seither geht es Schlagzeile um Schlagzeile.
„Ich sage mal: Blacklisting hilft“Da darf – auf dem vorläufigen Höhepunkt – Saskia Esken nicht fehlen. Sie wettert dagegen, „einem Faschisten wie Björn Höcke vier Stunden lang eine Bühne zu bieten“ und empfiehlt „Unternehmen, deren Werbung in einem solchen Podcast ausgespielt wird“, mal zu „schauen, wie sich das abstellen lässt“. „Ich sag mal: Blacklisting hilft“, gibt Esken zu Protokoll.
Sie will dem Podcaster also den Geldhahn abdrehen und ihn auf einer schwarzen Liste sehen. Sie macht genau das, wonach ein vermeintlich unpolitischer Harmlosheini wie der durchtrainierte Podcaster Berndt und erst recht Höcke und die AfD lechzen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





