
Zukunft der Schulen: Die schrillen Töne der Bildungszerstörer
Zukunft der Schulen : Die schrillen Töne der Bildungszerstörer Ein Kommentar von Heike Schmoll 18.05.2026, 06:22Lesezeit: 3 Min. Schüler nutzen die Pause am Gymnasium Theresianum in Mainz für Bewegungsspiele.dpaSelbst...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Zukunft der Schulen : Die schrillen Töne der Bildungszerstörer Ein Kommentar von Heike Schmoll 18. 2026, 06:22Lesezeit: 3 Min. Schüler nutzen die Pause am Gymnasium Theresianum in Mainz für Bewegungsspiele.
dpaSelbst ernannte Bildungsreformer wollen das heutige Schulsystem kaputtschlagen. Lehrer und Schüler brauchen etwas anderes. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Im Bildungssystem gibt es zunehmend Systemsprenger.
Die Einzelheiten
Das sind Schüler, die den Unterricht einer ganzen Klasse, aber auch das Leben einer ganzen Schule zerstören können. Aber die Systemsprenger gibt es immer häufiger auch unter Lehrern und selbst ernannten Bildungsreformern aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen. Seit längerer Zeit wird ein inzwischen pensionierter Schulleiter aus dem Schwarzwald herumgereicht, der Unterricht für den Anfang allen Übels hält.
Dabei wünschen sich die meisten Schüler genau das: guten, strukturierten Unterricht und unterstützendes Lernen. Andere sprechen von brauchbarer Illegalität im Umgang mit Vorschriften und Verwaltungsvorgaben. Ein sogenanntes Institut für neue Prüfungskultur plädiert für Leistungsnachweise zum selbst gewählten Zeitpunkt.
Die OECD und ihre Lautsprecher halten Wissenserwerb in Zeiten von KI für überflüssig und plädieren für die vier K wie Kollaboration, Kreativität, kritisches Denken und Kommunikation. Eltern und Lehrer beklagen zu Recht, dass das Schulsystem seine Versprechen nicht einlöst, weil es die Basis nicht sichert und Schüler nach dem Ende der Grundschule weder sicher lesen noch rechnen können. Zunehmend verdammen sie aber gleich das gesamte System.
Was Experten sagen
Sie ignorieren Bildungsgeschichte, Bildungsforschung und Empirie und wollen alles kaputtschlagen, um etwas Neues zu kreieren. Doch wie das Neue aussehen soll, das wissen sie auch nicht. Die Schulen im Brennpunkt fühlen sich unverstandenDas System knirscht in der Tat an vielen Stellen.
Das zeigt sich vor allem an den Schulen, die unter den schwierigsten Bedingungen arbeiten müssen: Sie berichten nicht nur von Lehrermangel und überlasteten Kollegien mit zu wenig Zeit für Schulentwicklung. Sie müssen auch eine wachsende Zahl an Beleidigungen und Übergriffen von Schülern auf Lehrer ertragen, aggressives Verhalten der Schüler untereinander und selbst Angriffe von Eltern auf Lehrer. Die überbordende Nutzung von Social-Media-Kanälen durch Kinder, deren Eltern selbst kaum den Alltag meistern können, Sprachschwierigkeiten haben und finanziell nicht über die Runden kommen, zeigt sich oft in psychischen Auffälligkeiten.
Aber auch die Zahl der wohlstandsverwahrlosten Kinder wächst. Lehrer an Schulen im sozialen Brennpunkt müssen viel Zeit in Hausbesuche investieren, anstatt sich um die Qualität des Unterrichts zu kümmern. Um die Leitung einer solchen Schule bewerben sich nur die wenigsten.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





