
Zweithöchste Warnstufe: Wie gefährlich ist der neue Ebola-Ausbruch?
Zweithöchste Warnstufe : Wie gefährlich ist der neue Ebola-Ausbruch? Von Pia Heinemann 18.05.2026, 16:15Lesezeit: 3 Min. Ebola-Prävention in Goma: Ein Besucher wäscht sich an einem Kontrollpunkt vor dem...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Zweithöchste Warnstufe : Wie gefährlich ist der neue Ebola-Ausbruch? Von Pia Heinemann 18. 2026, 16:15Lesezeit: 3 Min.
Ebola-Prävention in Goma: Ein Besucher wäscht sich an einem Kontrollpunkt vor dem Kyeshero-Krankenhaus die Hände (18. Mai 2026), nachdem in der kongolesischen Großstadt der erste Ebola-Fall gemeldet wurde. AFPFast 100 Tote in Kongo und Uganda: Die WHO hat wegen einer seltenen Ebola-Variante die zweithöchste Warnstufe ausgerufen.
Die Einzelheiten
Warum das Virus dort so schwer zu stoppen ist – und was das für Europa bedeutet. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App An der Virenfront kehrt keine Ruhe ein. Am Wochenende hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Ebola-Ausbruch in der Grenzregion der Demokratischen Republik Kongo (DRK) und Uganda zur gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite erklärt – das ist die zweithöchste Alarmstufe.
Bislang sind mehr als 90 Menschen an der seltenen Bundibugyo-Variante des Virus gestorben, etwa 350 weitere Infizierte sind bereits bestätigt. Bei den zwei gemeldeten Todesfällen in Uganda handelt es sich um Menschen, die sich zuvor in Kongo angesteckt hatten. Wann und wo die Epidemie begonnen hat, ist derzeit noch nicht vollständig geklärt, die epidemiologischen Untersuchungen laufen.
Der erste nachgewiesene Patient war ein Krankenpfleger, der sich am 24. April mit auf Ebola hindeutenden Symptomen in einer Gesundheitseinrichtung in der Stadt Bunia meldete. Mai wurde die WHO darüber informiert, dass in der 90 Kilometer entfernten Kleinstadt Mongbwalu vier Menschen innerhalb von vier Tagen gestorben waren.
Was Experten sagen
Unsicheres und unwegsames GebietDie Bundibugyo-Variante des Ebolavirus ist mit einer Sterberate von 30 bis 50 Prozent etwas weniger gefährlich als etwa die Zaire-Variante. Da sie aber auch seltener ist, gibt es bislang weder einen Impfstoff noch eine gezielte Therapie. Der Ausbruch lässt sich nur mit Abstandsregeln, Kontaktbeschränkungen und schnellen Nachweistests eindämmen.
All dies ist jedoch in der Bürgerkriegsregion kaum möglich: Infektionskrankheiten sind hier oft nicht das größte Problem der Menschen. Experten schätzen die Lage auch deshalb als ernst ein. Der Ausbruch werde sich nicht so schnell eindämmen lassen.
„Das ist eine Epidemie, die sich sehr schnell ausbreiten wird, umso mehr, als sie sich in einer sehr stark bevölkerten Provinz ereignet“, sagte der Virologe Jean-Jacques Muyembe. Er gehört zu den Entdeckern des Ebolavirus und leitet das kongolesische Institut, das den erneuten Ebola-Ausbruch nachgewiesen hat. Auch aus der Vergangenheit weiß man, dass Ebola-Ausbrüche in dieser Region schwierig handhabbar sind: Das Gebiet ist unsicher und unwegsam.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





