
Bundeswehr: Wie das Beschaffungswesen reformiert werden soll
Bundeswehr : Wie das Beschaffungswesen reformiert werden soll Von Peter Carstens, Berlin 20.05.2026, 16:05Lesezeit: 2 Min. Ein Kampfpanzer der Bundeswehr auf einem Übungsplatz in Munster 2022dpaDas...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Bundeswehr : Wie das Beschaffungswesen reformiert werden soll Von Peter Carstens, Berlin 20. 2026, 16:05Lesezeit: 2 Min. Ein Kampfpanzer der Bundeswehr auf einem Übungsplatz in Munster 2022dpaDas Verteidigungsministerium will das Beschaffungsamt umkrempeln und sagt der sogenannten Rüstungsinflation den Kampf an.
Es sollen auch zwei neue Standorte entstehen. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Das Verteidigungsministerium plant eine groß angelegte Reform des Beschaffungswesens. Beim zuständigen Bundesamt in Koblenz sollen bisherige Behördenstrukturen aufgelöst werden.
Die Einzelheiten
Durch eine flexible anpassbare Aufteilung von Arbeitseinheiten will Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) die rund 6000 Mitarbeiter in Koblenz effizienter für große und kleine Rüstungsprojekte einsetzen. Die bisherigen Abteilungen und Referate des Bundesamts für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) sollen dabei mittelfristig aufgelöst und durch eine unternehmerische Struktur ersetzt werden, die das Ministerium als „Matrix“ bezeichnet. Das Beschaffungsamt galt lange als schwerfälligNach dem Vorschlag, den der zuständige Rüstungsstaatssekretär Jens Plötner (SPD) und die BAAINBw-Präsidentin Annette Lehnigk-Emden ausgearbeitet haben, sollen zudem neue Schnittstellen zu Industrie und Teilstreitkräften der Bundeswehr das Innovations- und Beschaffungstempo erhöhen.
Zugleich wollen Ministerium und Amt einer „Rüstungsinflation“ begegnen. Diese prägt seit der sogenannten Zeitenwende mit 100 Milliarden Euro zusätzlichem Geld von 2022 und der sektoralen Aufhebung der Schuldenbremse von 2025 das Geschehen mit: Preise, Börsenkurse und Gewinne der Industrie steigen schneller als die Zahl und Qualität ausgelieferter Rüstungsgüter. Insgesamt arbeiten etwa 11.
500 zivile und militärische Mitarbeiter für das Beschaffungswesen, das lange als schwerfällig, ineffizient und innovationsfeindlich galt. Allerdings konnte das Amt zuletzt auch zeigen, dass es in der Lage war, die Zahl der Beschaffungsvorlagen für das Parlament zu vervielfachen und die Auftragsvolumina um Dutzende Milliarden Euro zu vergrößern.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





