
Bundeswehr/Boris Pistorius: Beförderungsstopp frustriert Soldaten - Fragen und Antworten
Bundeswehr Beförderungsstopp frustriert Soldaten Aufregung in der Truppe: Ein Urteil zwingt Minister Pistorius, die Feldwebel-Laufbahn neu zu regeln. Verteidigungspolitiker fürchten, dass die Attraktivität der...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Bundeswehr Beförderungsstopp frustriert Soldaten Aufregung in der Truppe: Ein Urteil zwingt Minister Pistorius, die Feldwebel-Laufbahn neu zu regeln. Verteidigungspolitiker fürchten, dass die Attraktivität der Bundeswehr leidet. Die wichtigsten Fragen und Antworten.
Von Matthias Gebauer und Paul-Anton Krüger 20. 12 Uhr Zur Merkliste hinzufügen X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X.
Die Einzelheiten
com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Bundeswehrsoldaten bei einer Übung Foto: Noah Wedel / picture alliance Sie können den Artikel leider nicht mehr aufrufen. Der Link, der Ihnen geschickt wurde, ist entweder älter als 30 Tage oder der Artikel wurde bereits 10 Mal geöffnet. Seit das Bundesverteidigungsministerium am vergangenen Wochenende einen Beförderungsstopp für bestimmte Feldwebeldienstgrade verhängt hat, ist die Aufregung in der Truppe groß.
Der Bundeswehrverband attestiert der Entscheidung von Verteidigungsminister Boris Pistorius das »Potenzial zum Super-GAU«, der Wehrbeauftragte Henning Otte warnt vor einer »enormen Sprengkraft in der Truppe«. Verteidigungspolitiker befürchten einen Vertrauensverlust, der künftig dazu führen könnte, dass sich weniger Soldatinnen und Soldaten für eine Laufbahn als Feldwebel entscheiden und damit der geplante weitere Aufwuchs der Bundeswehr gefährdet wird. Nach den Plänen des Verteidigungsministeriums, die auch gesetzlich verankert sind, soll die Bundeswehr von derzeit etwa 185.
000 aktiven Soldaten bis zum Jahr 2035 auf mehr als 260. Dabei soll der Anteil der Mannschaftsdienstgrade und Unteroffiziere gegenüber den Offizieren erhöht werden. Der SPIEGEL beantwortet die wichtigsten Fragen um die Kontroverse.
Was Experten sagen
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat veranlasst, vom 1. Juli 2026 an zunächst alle Beförderungen zum Stabsfeldwebel oder Stabsbootsmann, wie der gleiche Dienstrang bei der Marine heißt, auszusetzen. Grund dafür ist ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen (Aktenzeichen: 1 A 842/23 ) in Münster aus dem Juli 2025, das die bisherige Beförderungspraxis bei den Feldwebeln für rechtswidrig befunden hatte.
Bisher war es bei der Bundeswehr üblich, dass Feldwebel auf sogenannten gebündelten Dienstposten eingesetzt werden. Für Soldatinnen und Soldaten hatte das den Vorteil, dass sie bei gleichen oder ähnlichen Aufgaben an einem Standort vom Feldwebel über Oberfeldwebel und Hauptfeldwebel bis zum Stabsfeldwebel befördert werden konnten, bei der Marine entsprechend vom Bootsmann bis zum Stabsbootsmann. Damit war der Werdegang bei der Bundeswehr gut planbar und nicht zwingend an einen häufigen Wechsel der Standorte geknüpft, wie etwa bei den Offizieren.
Was hatte das Gericht daran auszusetzen? Ausschlaggebend für die Beförderung war vor allem, dass Soldatinnen und Soldaten den Dienst für eine bestimmte Zeit ausgeübt hatten.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





