
Commerzbank vor Übernahme: Die vielleicht letzte Schlacht der heiligen Bettina
Commerzbank vor der Übernahme Die vielleicht letzte Schlacht der heiligen Bettina Commerzbank-Chefin Orlopp kämpft zunehmend verzweifelt gegen die Übernahme durch die italienische UniCredit. Bei der Hauptversammlung...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Commerzbank vor der Übernahme Die vielleicht letzte Schlacht der heiligen Bettina Commerzbank-Chefin Orlopp kämpft zunehmend verzweifelt gegen die Übernahme durch die italienische UniCredit. Bei der Hauptversammlung huldigen ihr dafür Aktionäre und Mitarbeiter. Dabei stehen die Angreifer kurz vor dem Ziel.
Aus Wiesbaden berichtet Tim Bartz 20. 18 Uhr Zur Merkliste hinzufügen X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X.
Die Einzelheiten
com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp: Jubelstürme auf der Hauptversammlung Foto: Thilo Schmuelgen / Sie können den Artikel leider nicht mehr aufrufen. Der Link, der Ihnen geschickt wurde, ist entweder älter als 30 Tage oder der Artikel wurde bereits 10 Mal geöffnet. Italiener gelten als Meister der Dramaturgie.
Dass auch dieses Klischee manchmal zutrifft, lässt sich am Mittwoch in Wiesbaden erleben. Im Kongresszentrum der hessischen Kurstadt haben sich gut 1000 Aktionäre der Commerzbank zur Hauptversammlung versammelt, womöglich der letzten, denn das Institut aus Frankfurt am Main droht vom Konkurrenten UniCredit aus Mailand geschluckt zu werden. Seit eineinhalb Jahren wehrt sich Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp zunehmend verzweifelt gegen die Attacke aus dem Süden; die Italiener unter ihrem angriffslustigen Chef Andrea Orcel wiederum schreiten unbarmherzig voran.
Die Sache spitzt sich seit Wochen zu. Wie sehr zeigt sich just in dem Moment, als Aufsichtsratschef Jens Weidmann, der frühere Bundesbankpräsident, die Hauptversammlung mit länglichen Ausführungen zum Prozedere eröffnet – und die Meldung hereinplatzt, dass die Italiener angeblich bereits 42 Prozent der Commerzbank-Aktien halten. Gestreut wird die Meldung über die Webseite der italienischen Wirtschaftszeitung »Il Sole 24 Ore«, die sich wiederum auf Berechnungen einer anderen italienischen Bank stützt.
Was Experten sagen
Ob die Zahl stimmt, und ob womöglich Orcel selbst hinter dem zeitlich perfekt platzierten Nadelstich steckt, ist unklar. Denkbar ist es: Der UniCredit-Chef ist ein in der Wolle gefärbter Investmentbanker alter Schule, der alle Tricks und Kniffe kennt, um Gegner zu verunsichern. Seine Strategie changiert zwischen brutalen Verbalattacken auf die Commerzbank und Schmeicheleien, um deren Aktionäre zu umgarnen.
Denn die sollen ihre Commerzbank-Anteile in die der UniCredit eintauschen, das entsprechende Angebot läuft bis 16. Besonders attraktiv ist es nicht, aus regulatorischen Gründen. Orcels Angebot bewertet die Commerzbank-Aktie aktuell niedriger als die Börse – wer jetzt tauscht, verliert also Geld.
Und tatsächlich haben laut der Nachrichtenagentur Bloomberg bisher nur Commerzbank-Aktionäre Orcels Tauschangebot angenommen, die gerade einmal für 0,02 Prozent des Gesamtkapitals stehen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





