
Krankschreibungen: Krankenkassen sehen lange Ausfälle als größten Kostentreiber
Debatte über Krankschreibungen Kassen sehen lange Ausfälle als größten Kostentreiber Mit der Krankschreibung ab dem ersten Tag möchte die Regierung Fehlzeiten eindämmen. Eine Analyse von Krankenkassen kommt nun zu dem...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Debatte über Krankschreibungen Kassen sehen lange Ausfälle als größten Kostentreiber Mit der Krankschreibung ab dem ersten Tag möchte die Regierung Fehlzeiten eindämmen. Eine Analyse von Krankenkassen kommt nun zu dem Schluss: Langwierige Erkrankungen sind die Kostentreiber. 51 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Frau mit Tapeverband am Rücken: Rückenschmerzen als Kostentreiber Foto: Arno Burgi/ dpa Es ist nur eine der Maßnahmen im Reformpaket der Bundesregierung, aber die verpflichtende Krankschreibung ab Tag eins hat eine große Debatte entfacht . Mit der Verschärfung möchte die Regierung die im internationalen Vergleich hohen Krankenstände in Deutschland senken.
Die Einzelheiten
Eine Analyse des BKK Dachverbandes der Betriebskrankenkassen zu Krankschreibungen hat nun ergeben, dass nicht kurze Erkältungen, sondern lange schwere Krankheiten die großen Kostentreiber für gesetzliche Krankenversicherungen sind. »Es sind die langen, oft Muskel-Skelett und psychisch bedingten Ausfälle, die zum eigentlichen Kostentreiber werden«, sagte Anne-Kathrin Klemm, Vorständin des BKK Dachverbandes. Dieser vertritt 63 Kassen und vier Landesverbände mit rund 9,6 Millionen Versicherten.
Krankengeldtage deutlich gestiegenDas Krankengeld – das erst ab dem 43. Krankheitstag gezahlt wird und damit vor allem Menschen mit langwierigen Erkrankungen betrifft – zähle inzwischen mit 21,6 Milliarden Euro zu den größten Ausgabepositionen der gesetzlichen Krankenversicherung überhaupt, so die BKK. 2025 entfielen demnach mehr als ein Viertel aller Fehltage auf den Bezug von Krankengeld.
Die Krankengeldtage seien in den vergangenen zehn Jahren um 24,4 Prozent gestiegen. Haupttreiber seien psychische Erkrankungen und Muskel-Skelett-Leiden. Zwar machten psychische Erkrankungen nur 5,4 Prozent aller Krankschreibungen aus, im Schnitt dauerten sie jedoch mehr als fünf Wochen an – mit steigender Tendenz.
Was Experten sagen
Klemm fordert deswegen eine ernsthafte Debatte über Präventionsstrategien: »Wir beobachten den Trend der psychischen Belastungen in der Arbeitswelt schon lange. Diese Rechnung zahlen wir sonst noch viele Jahre weiter – und hinter jeder steht das lange Leiden einer betroffenen Person. « Mehr zum Thema Hausärzte fordern: »Wildwuchs« bei Videosprechstunden stoppen – dafür Telefon-Krankschreibung beibehalten Reformpaket der Koalition: Wie Schwarz-Rot in das Krankenschein-Fiasko stolperte Von Paul-Anton Krüger, Andreas Niesmann, Christian Teevs und Gerald Traufetter Der Krankenstand insgesamt blieb 2025 mit 6,1 Prozent stabil.
Häufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit seien Atemwegserkrankungen gewesen, die wegen ihrer kurzen Dauer aber laut BKK finanziell kaum ins Gewicht fallen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





