
Luigi Pantisano: Daniel Günther fordert Rücktritt nach Faschismus-Vorwurf
Nach Faschismusvorwurf Daniel Günther fordert neuen Linkenchef Pantisano zum Rücktritt auf Die Union muss nach den Ostwahlen im September womöglich mit der Linken kooperieren. Doch deren neuer Chef Luigi Pantisano sorgt...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Nach Faschismusvorwurf Daniel Günther fordert neuen Linkenchef Pantisano zum Rücktritt auf Die Union muss nach den Ostwahlen im September womöglich mit der Linken kooperieren. Doch deren neuer Chef Luigi Pantisano sorgt für Entsetzen in der CDU. Auch ein Christdemokrat mit Genossenversteher-Image reagiert empört.
00 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Daniel Günther: (CDU): Ministerpräsident von Schleswig-Holstein Foto: Frank Molter / dpa Luigi Pantisano sorgt mit seinem Faschismusvorwurf gegen die CDU für heftigen Unmut in den Reihen der Christdemokraten.
Die Einzelheiten
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) forderte den neugewählten Linkenchef zum Rücktritt auf. »Wer die CDU mit Faschisten und der AfD gleichsetzt, hat sich für jeden ernsthaften demokratischen Austausch disqualifiziert«, sagte Günther der »Bild«-Zeitung. »Das ist geschichtsvergessen.
« Jemand wie Pantisano könne »für Demokratinnen und Demokraten kein Ansprechpartner sein«, sagte Günter. Er sollte sich »schnellstmöglich aus der Politik verabschieden«. Mehr zum Thema Parteitag in Potsdam: Was die AfD-Aussage des neuen Linkenchefs über den Zustand seiner Partei verrät Aus Potsdam berichten Anna Reimann und Marc Röhlig Neuer Linken-Vorsitzender Pantisano: »Das war ein krasser Fehlstart« Parteitag in Potsdam: Luigi Pantisano nur knapp zum Linken-Co-Chef gewählt Pantisano hatte der Zeitung »Bild« am Samstag in einem Interview gesagt , es gebe »gerade gar keinen Unterschied zwischen der CDU, die faschistische Politik macht, der AfD oder den Faschisten selbst«.
Ziel der Linken sei es, »die Faschisten von der Macht fernzuhalten«. Zuvor hatte sich Pantisano in der ARD aber noch für mögliche Bündnisse mit der CDU auf Landesebene ausgesprochen, um eine AfD-Regierung zu verhindern. Die Sache dürfte das ohnehin schwierige Verhältnis zwischen beiden Parteien weiter massiv belasten.
Was Experten sagen
Und das wenige Monate vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, wo die AfD jeweils in den Umfragen klar vorn liegt. Am Ende könnten ungewöhnliche Allianzen notwendig werden, um die Rechtsextremen von der Macht fernzuhalten. Auch Kooperationen von Union und Linken stehen im Raum.
Pantisano stößt nun jedoch auch jene vor den Kopf, die der Linkspartei eigentlich nicht in totaler Abneigung gegenüberstehen. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Günther hat in der Vergangenheit in der Union immer wieder für einen pragmatischen Umgang mit den Linken geworben – und musste dafür parteiintern heftige Kritik einstecken. Ärger auch bei den LinkenDoch auch in der Linkspartei selbst löste der Faschismusvergleich Irritationen aus.
Pantisano war anschließend auf dem Parteitag nur denkbar knapp zum neuen Co-Chef gewählt worden.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





