
Putin in China: Weiter klar auf Kurs gegen den Westen
Putin in China : Weiter klar auf Kurs gegen den Westen Von Jochen Stahnke, Peking 20.05.2026, 15:16Lesezeit: 4 Min. Juniorpartner zu Gast: Putin und Xi am Mittwoch vor der Großen Halle des Volkes in PekingAFPXi und...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Putin in China : Weiter klar auf Kurs gegen den Westen Von Jochen Stahnke, Peking 20. 2026, 15:16Lesezeit: 4 Min. Juniorpartner zu Gast: Putin und Xi am Mittwoch vor der Großen Halle des Volkes in PekingAFPXi und Trump einigten sich auf eine „strategische Stabilität“ der Weltmächte.
Doch mit Russland will China langfristig eine neue Ordnung aufbauen. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Schon mit der Abholung von Wladimir Putin am Flughafen setzte Chinas Machtapparat einen Kontrapunkt zum Besuch Donald Trumps. Während man den amerikanischen Präsidenten vergangene Woche vom symbolisch ranghöheren Vizepräsidenten Han Zheng abholen ließ, war es am Dienstagabend dann der einflussreichere Außenminister, das Politbüromitglied Wang Yi, der den russischen Herrscher zuerst in Peking empfing.
Die Einzelheiten
Und während China und Amerika eine „konstruktive strategische Stabilität“ vereinbarten und eine dem chinesischen Geheimdienst nahestehende Denkfabrik dazu stolz ein „Patt“ und damit Augenhöhe zwischen den Weltmächten konstatierte, pries Staats- und Parteichef Xi Jinping am Mittwoch die Stärke seiner Beziehungen mit Russland: Diese habe „die höchste Stufe einer umfassenden strategischen Partnerschaft“ erreicht, so Xi im Staatsfernsehen. Somit konkretisierte sich, dass Xi mit seinem vorübergehenden Stabilitätsansatz gegenüber Amerika vor allem Zeit gewinnen möchte, während der Kurs weiterhin klar gegen den Westen gesetzt wird. In diesem Sinne trafen sich Xi und Putin zur strategischen Abstimmung in Peking.
Der Systemkonflikt mit dem Westen geht weiterMit Blick auf Amerika fügte Xi am Mittwoch hinzu, dass China und Russland angesichts der „um sich greifenden einseitigen Hegemonie“ auch „ein gerechteres und vernünftigeres System globaler Ordnung aufbauen“ sollten. Für diesen Weg sollten sich Peking und Moskau auf „langfristige Strategien“ konzentrieren. Am Systemkonflikt gegen den Westen mit Amerika im Zentrum ändert sich damit nichts.
Im Gegenteil: Es gelte, so Xi, „die historischen Chancen voll auszuschöpfen und das Fundament des gegenseitigen Vertrauens weiter zu festigen, die Zusammenarbeit zu vertiefen“. Direkt ging Xi dabei auf den Irankrieg ein. Ein baldiges Kriegsende werde dazu beitragen, Störungen der Energieversorgung, der Lieferketten und des Handels zu verringern.
Dass Trump am Vorabend mit neuerlichen Angriffen auf Iran gedroht hatte, falls Teheran kein Abkommen zur Kriegsbeendigung unterzeichnet, griff der Chinese direkt auf. „Ein umfassendes Kriegsende duldet keinen Aufschub, die Wiederaufnahme der Kampfhandlungen ist noch unerwünschter, und eine Fortsetzung der Verhandlungen ist besonders wichtig“, sagte Xi, der zusieht, wie sich die beiden größten Nuklearmächte der Erde in ihren Kriegen verstricken. Putin und Xi: Sie unterzeichneten rund vierzig Absichtsabkommen während des Besuchs.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





