
„Sila Sibiri 2“: Warum China Russlands Pipelinepläne bremst
„Sila Sibiri 2“ : Warum China Russlands Pipelinepläne bremst Von Friedrich Schmidt , Jochen Stahnke 20.05.2026, 15:16Lesezeit: 3 Min. Ausrüstung für den Bau der Gaspipeline „Sila Sibiri“ am 29. Mai 2024 im Flusshafen...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. „Sila Sibiri 2“ : Warum China Russlands Pipelinepläne bremst Von Friedrich Schmidt , Jochen Stahnke 20. 2026, 15:16Lesezeit: 3 Min. Ausrüstung für den Bau der Gaspipeline „Sila Sibiri“ am 29.
Mai 2024 im Flusshafen Osetrovo in Ust-Kut an der Lena in der russischen Region IrkutskPicture AllianceRussland will neue Absatzmärkte für sein Gas und dafür eine weitere Pipeline nach China bauen. Doch das sträubt sich. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Ein Thema war aus russischer Sicht für den jüngsten Besuch von Herrscher Wladimir Putin in Peking gesetzt: das Projekt einer weiteren Gaspipeline nach China.
Die Einzelheiten
Wieder wurde nichts daraus, allen Freundschaftsschwüren zum Trotz. Seit Jahren wirbt Wladimir Putin für das Gaspipelineprojekt Sila Sibiri 2. Russland sucht neue Absatzmärkte für sein Gas.
Erst recht im Angriffskrieg gegen die Ukraine: Der europäische, jahrzehntelang wichtigste Absatzmarkt ist schon weitgehend verloren, mittlerweile gibt es einen EU-Fahrplan für einen völligen Ausstieg aus russischen Gasimporten. Die Haupttransitroute für russisches Pipelinegas durch die Ukraine ist gestoppt, ein Abkommen darüber lief Anfang 2025 aus. Es bleibt der Weg über die Schwarzmeerpipeline Turkstream in die Türkei, doch insgesamt verkauft Russland nur noch einen Bruchteil seiner einstigen Mengen an Pipelinegas an Kunden in Ländern wie Ungarn, der Slowakei und Serbien.
China soll die Lücke füllen. Politisch geht es Putin darum, Handlungsspielraum zu demonstrieren und das ungleiche Kräfteverhältnis zum chinesischen Staatschef Xi Jinping zu seinen Gunsten zu korrigieren. In den Jahren vor dem Angriff auf die Ukraine von 2022 verkaufte Russland über den Konzern Gazprom, der ein Monopol auf den Export von Pipelinegas hat, bis zu 200 Milliarden Kubikmeter Gas an seine westlichen Kunden.
Was Experten sagen
Das kann China nicht ersetzen. Eine erste Pipeline namens Sila Sibiri (Kraft Sibiriens), die Gas aus Ostsibirien nach China liefert, nahm 2019 mit einer Kapazität von zunächst 38 Milliarden Kubikmetern im Jahr den Betrieb auf. Seit Dezember 2024 läuft die Pipeline unter voller Auslastung, 2025 flossen laut Gazprom knapp 40 Milliarden Kubikmeter Gas, 44 Milliarden im Jahr sollen es werden.
Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete jüngst unter Berufung auf russische Regierungskreise, Moskau rechne damit, dass die Pipelinegasverkäufe nach China bis 2029 52,5 Milliarden Kubikmeter erreichen würden, auch dank eines Ausbaus einer Pipeline, um Gas vom Meeresgrund vor der Pazifikinsel Sachalin nach China zu liefern. Das wäre immer noch nur ein Bruchteil des einstigen europäischen Marktes. Dabei zahlt China viel weniger: In diesem Jahr laut Bloomberg durchschnittlich 258,80 Dollar für tausend Kubikmeter Gas, das liege mehr als 38 Prozent unter dem Preis für die europäischen Kunden.
Wo würde Sila Sibiri 2 verlaufen?
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





