
Teslas Batteriepläne: Trockenübung in der Zellfabrik
Teslas Batteriepläne : Trockenübung in der Zellfabrik Von Stefan Paravicini, Grünheide 19.07.2026, 15:51Lesezeit: 7 Min. Hochlager für Batteriezellen: Im Werk von Tesla in Grünheide werden bisher Zellen aus Texas...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Teslas Batteriepläne : Trockenübung in der Zellfabrik Von Stefan Paravicini, Grünheide 19. 2026, 15:51Lesezeit: 7 Min. Hochlager für Batteriezellen: Im Werk von Tesla in Grünheide werden bisher Zellen aus Texas verarbeitet.
TeslaDer Elektroautohersteller Tesla will Batteriezellen in Deutschland produzieren. Die Chancen stehen besser als für andere Zellprojekte. Das hat auch mit einem neuen Produktionsverfahren zu tun.
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Große Pläne für die Batteriezellenfertigung in Deutschland standen zuletzt unter keinem guten Stern. Das Werk des schwedischen Unternehmens Northvolt in Schleswig-Holstein, das Vorhaben der Porsche-Tochtergesellschaft Cellforce in Baden-Württemberg sowie die Batterieambitionen von Mercedes-Benz, Stellantis sowie Total Energies im Rahmen der Automotive Cells Company in Rheinland-Pfalz sind nur drei Beispiele für gescheiterte Projekte. Der chinesische Batteriehersteller SVolt hat seine Pläne für Zellfabriken in Brandenburg und im Saarland ebenfalls zurückgezogen.
Die Gründe sind vielfältig. Im Vergleich mit den Rahmenbedingungen in China und den Vereinigten Staaten ist die Batteriezellenproduktion in Europa nicht wettbewerbsfähig. Die Ankündigung des amerikanischen Elektrowagenherstellers Tesla, im nächsten Jahr mit dem Hochlauf der Batteriezellenfertigung in seinem Werk in Grünheide zu beginnen, kam deshalb für viele überraschend.
Auch Tesla hatte die ursprünglichen Pläne von Konzernchef Elon Musk für die Zellfertigung in Europa zurückgeschraubt und konzentrierte sich in Grünheide bisher darauf, Zellen aus der eigenen Produktion in den USA oder von Lieferanten aus China zu verbauen. Das soll sich nun schon im nächsten Jahr ändern. In seinem einzigen Werk in Europa will Tesla die Voraussetzungen für eine Zellproduktion mit einer Kapazität von bis zu 18 Gigawattstunden im Jahr schaffen.
Was Experten sagen
-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Das Vorhaben entspricht etwa einem Fünftel der ursprünglichen Pläne von Musk für Grünheide. Langfristig hatte er sogar eine Kapazität von 250 Gigawattstunden in Aussicht gestellt, bevor die Förderung von Elektroautos und grüner Energie („Inflation Reduction Act“) der amerikanischen Regierung im Standortwettbewerb mit den USA den Ausschlag für die Zellproduktion in Texas gab.
Jetzt peilt Tesla in Grünheide ungefähr die gleiche Kapazität wie die VW-Tochtergesellschaft Power Co in Salzgitter an, die in der ersten Ausbaustufe 20 Gigawattstunden erreichen will. Die 18 Gigawattstunden entsprechen etwa dem Bedarf von Tesla für die Produktion von 4500 Elektrowagen vom Typ Model Y je Woche. Investitionsvolumen steigt auf eine Milliarde EuroDas Werk vor den Toren Berlins wird der erste Standort eines Elektrowagenherstellers in Europa sein, an dem neben den Fahrzeugen auch Batteriezellen gebaut werden.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.




