
Weniger Konkurrenz: Wie Hornbach der Negativstimmung trotzen will
Weniger Konkurrenz : Wie Hornbach der Negativstimmung trotzen will Von Bernd Freytag 20.05.2026, 18:48Lesezeit: 4 Min. Warteschlange vor dem Hornbach in Dresden-KaditzImagoDie Baumarktbetreiber finden nach dem...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Weniger Konkurrenz : Wie Hornbach der Negativstimmung trotzen will Von Bernd Freytag 20. 2026, 18:48Lesezeit: 4 Min. Warteschlange vor dem Hornbach in Dresden-KaditzImagoDie Baumarktbetreiber finden nach dem Corona-Hype nur langsam wieder Tritt.
Der Markt in Europa, sagt der scheidende Hornbach-Chef, bleibe aber „höchst attraktiv“, vor allem im Osten sei der Bedarf hoch. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App So einen Glücksfall wie Corona werden die Baumarktbetreiber nicht mehr erleben. Kaum eine andere Branche dürfte so stark von der Pandemie profitiert haben.
Die Einzelheiten
Weil viele Menschen wegen der Ansteckungsgefahr zu Hause bleiben mussten, haben sie sich auf das Naheliegende konzentriert: renoviert, gebaut, im Garten gearbeitet, ihr Heim verschönert – das getan, was eben zu diesen Zeiten möglich war. Im Pandemiejahr 2020 ist der Umsatz in den deutschen Baumärkten deshalb um 14 Prozent nach oben geschnellt, so viel wie nie in einem Jahr davor. Seither allerdings geht es bergab.
Der Ukrainekrieg hat der Branche zwar nochmals einen Umsatzanstieg beschert, allerdings nur, weil er viele Waren verteuerte – preisbereinigt ist fast nichts geblieben. 2023, 2024 und 2025 ging es dann weiter bergab. Baden statt BaumarktIm vergangenen Jahr ist der Umsatz der deutschen Baumärkte um 1,6 Prozent auf 20,58 Milliarden Euro nochmals zurückgegangen.
Im März machte der Branchenverband BHB die Konsumzurückhaltung wegen der „globalen politischen Spannungen“ für die Flaute verantwortlich. Die Kundschaft habe ihr Geld gespart und stärker in Urlaub, Freizeit und Gastronomie investiert, als es in die Baumärkte zu tragen. Gemessen an grundstürzenden Veränderungen, wie sie die Autoindustrie zurzeit erlebt, ist der Rückgang allerdings moderat.
Was Experten sagen
Die Händler sind Unbilden gewohnt. In der Baumarktbranche nage niemand am Hungertuch, hatte Hornbach-Chef Albrecht Hornbach im Herbst dem „Handelsblatt“ gesagt. Tatsächlich konnten die größten Betreiber ihre Umsätze trotz der herausfordernden Bedingungen zumindest halten.
Unter den großen dreien – Bauhaus, Obi und Hornbach – konnte Hornbach nach Zahlen des Dähne Verlages seine Umsätze in Deutschland mit 1,9 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro am stärksten steigern. Die Erlöse des Marktführers Bauhaus, der 2024 zum ersten Mal Obi überholte, stagnierten demnach bei 4,4 Milliarden Euro. Entsprechend zufrieden zeigte sich der Patriarch Albrecht Hornbach auf seiner letzten Pressekonferenz als Vorsitzender der Hornbach Management AG, der Schaltzentrale der Familie.
Sein Unternehmen habe sich besser geschlagen als die Branche, sei nicht nur über Expansion, sondern auf vergleichbarer Fläche gewachsen. Der Pfälzer Baumarktbetreiber versteht sich als Produktivitätsführer: Durchschnittlich 34,9 Millionen Euro Umsatz erwirtschafte ein Markt, deutlich mehr als die Wettbewerber. Weniger Konkurrenz, mehr GewinnDabei sucht auch Hornbach das Heil seit einiger Zeit vor allem im Ausland.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





