
ZDF: Inhalte der Mediathek künftig auch bei Konkurrent Joyn von ProSiebenSat zum Streaming abrufbar
Kurswechsel bei Streaming-Angeboten Inhalte der ZDF-Mediathek sind künftig auch beim privaten Konkurrenten Joyn abrufbar Bislang sind die Öffentlich-Rechtlichen und das Privatfernsehen harte Konkurrenten. Im Kampf gegen...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Kurswechsel bei Streaming-Angeboten Inhalte der ZDF-Mediathek sind künftig auch beim privaten Konkurrenten Joyn abrufbar Bislang sind die Öffentlich-Rechtlichen und das Privatfernsehen harte Konkurrenten. Im Kampf gegen Netflix und Co. rücken nun jedoch das ZDF und die ProSiebenSat.
1- Plattform Joyn zusammen. Ein anderer Sender bleibt außen vor. 38 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
Die Einzelheiten
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern ZDF-Logo Foto: Christoph Hardt / Panama Pictures / IMAGO Das ZDF stellt Inhalte aus seiner Mediathek künftig auch dem privaten Konkurrenten Joyn zur Verfügung. Dort sollen die Streamingangebote des öffentlich-rechtlichen Senders ab dem vierten Quartal 2026 dann direkt abrufbar sein.
Die ZDF-Inhalte sollen bei Joyn kostenlos und werbefrei zugänglich sein, teilten beide Seiten mit. Joyn ist die Streamingplattform des privaten Medienkonzerns ProSiebenSat. Bislang konkurrierten die Angebote miteinander.
»Wenn ZDF-Streaming-Inhalte künftig auch auf Joyn auffindbar sind, stärken wir die Sichtbarkeit öffentlich-rechtlicher journalistischer Angebote im digitalen Raum«, sagte ZDF-Manager Florian Kumb. Bild vergrößern Logo der privaten Streamingplattform Joyn Foto: imageBROKER / Mojahid Mottakin / IMAGO Zuschauer haben so einen einfacheren Zugang zu Nachrichten, Dokumentationen, Kultur- und Unterhaltungsangeboten des ZDF. »Gleichzeitig bleibt das Streamingportal des ZDF die zentrale digitale Heimat des öffentlich-rechtlichen Angebots«, hieß es.
Was Experten sagen
»Diese Kooperation zeigt, wie öffentlich-rechtliche und private Medien gemeinsam innovative Antworten auf den digitalen Wettbewerb geben«, ergänzte ProSiebenSat. 1-Managerin Nicole Agudo Berbel. Noch keine Einigung mit der ARDDie engere Zusammenarbeit von privaten und öffentlich-rechtlichen Medien soll auch durch den neuen Medienstaatsvertrag erleichtert werden.
Erklärtes Ziel ist es, deutsche Anbieter so im Wettbewerb mit Netflix, YouTube und anderen Anbietern zu stärken. Bei der Zusammenarbeit zwischen privaten und öffentlich-rechtlichen Sendern gab es zuletzt allerdings Konflikte. Live-Inhalte von ZDF, ARD und deren Dritten Sendern wie WDR, BR und NDR laufen schon seit Längerem auf Joyn.
1 wollte dann Anfang 2025 auch Inhalte der ARD-Mediathek auf Joyn nutzen, allerdings ohne Erlaubnis. Die ARD wehrte sich gerichtlich dagegen und bekam recht. Mehr zum Thema Koalition beschließt Investitionspflicht: Auf Netflix und Co.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




